Kurkuma zum Abnehmen: Bringt es was?

Kurkuma zum Abnehmen: Bringt es was?

REDAKTION, 28. MÄRZ 2022

Kurkuma zum Abnehmen

Die Dukan-Diät zählt zu den Bestsellern unter den Diät-Ratgebern. Zu Recht?

Auf der Suche nach Alternativen zu Diät-Shakes oder chemischen Fettkillern werden viele Abnehmwillige in der natürlichen Pflanzenwelt fündig. Neben Apfelessig, und Gewürzen wie Ingwer und Chili macht sich vor allem Kurkuma einen Namen als Wundermittel zum Abnehmen. In diesem Artikel nehmen wir die Wirkung von Kurkuma zum Abnehmen genauer unter die Lupe und beantworten wichtige Fragen: Was muss man bei der Einnahme von Kurkuma beachten, damit die Pfunde purzeln? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Erfahren Sie jetzt, ob sich das Heilmittel Kurkuma zum Abnehmen wirklich lohnt!

Was ist Kurkuma?

Den meisten wird Kurkuma als Gewürz aus der Küche bekannt sein. Die gelbe Knolle, die zur Familie der Ingwergewächse zählt und optisch an den verwandten Ingwer erinnert, verleiht vor allem asiatischen und orientalischen Gerichten eine würzige Note. Außerdem gibt sie vielen Curry-Gewürzmischungen ihre intensive, gelbe Farbe. Kurkuma, die auch als Gelbwurzel bekannt ist, wird in Indien schon seit Jahrtausenden verwendet und gilt als heiliges und wichtiges Gewürz.

Eine große Rolle spielt die Pflanze vorwiegend in der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda. Der Kurkuma wird hier eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen.

Wofür wird Kurkuma verwendet?

In der östlichen Küche ist Kurkuma weit verbreitet und beliebt. Je nach Region wird es entweder vorwiegend als getrocknetes Pulver oder aber frisch gerieben verwendet. Gerichte werden mit Kurkuma verfeinert, die Wurzel verleiht einen milden, aber würzigen und leicht erdigen Geschmack.

Demgegenüber spielt die gelbe Knolle in der westlichen Küche kaum eine Rolle und ist meist lediglich Bestandteil von Currypulver oder wird als Ersatz für den teureren, färbenden Safran genutzt. Teilweise bedient sich auch die Lebensmittelindustrie beim Färben von Produkten wie Senf an Kurkuma.

Außerhalb der Küche kommt die Kurkuma als Indiens Heilpflanze bei vielerlei Beschwerden zum Einsatz. Das liegt vor allem am enthaltenen Curcumin, das nicht nur für die intensive Farbe verantwortlich ist, sondern auch verdauungsfördernd wirkt. Blähungen und Völlegefühle nach dem Essen können sich durch den Verzehr von Curcumin reduzieren lassen. Es wird vermutet, dass das Gewürz die Leber anregt, mehr Gallensäuren zu produzieren, die das Fett in Nahrungsmitteln bekömmlicher machen und die Fettverdauung anregen.

Zusätzlich wirkt Kurkuma entzündungshemmend und antioxidativ. Das macht es zu einem beliebten Hausmittel bei Erkältungen und zur Vorbeugung von entzündlichen Krankheiten wie Arthrose, Rheuma oder bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen. Auch das Immunsystem kann von Kurkuma gestärkt werden. Teilweise wird der Kurkuma sogar nachgesagt, Volkskrankheiten wie Krebs heilen und vorbeugen zu können.

In der Hautpflege wird Kurkuma aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung gern bei Akne oder unreiner Haut eingesetzt. Auch als Anti-Aging-Wirkstoff kann Kurkuma dank der reichlichen Antioxidantien genutzt werden. Nicht zuletzt kann Kurkuma auch als Hausmittel benutzt werden, um die Zähne natürlich aufzuhellen.

Unser Tipp zum Abnehmen

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Wie kann man mit Kurkuma abnehmen?

Beim Abnehmen sind insbesondere die Fettverbrennung und der allgemeine Stoffwechsel von Bedeutung. Gewürze wie Ingwer und Chili sind bekannt dafür, die Fettverbrennung anzuregen.

In der Kurkuma macht das enthaltene Curcumin die Wurzel zu einem natürlichen Fatburner, weshalb sie auch bei Gewichtsproblemen hilfreich sein kann. Eine Analyse mehrer Studien ergab, dass eine zusätzliche Einnahme von Kurkuma ergänzend zu einer gewöhnlichen Diät innerhalb von 60 Tagen eine gesteigerte Fettverbrennung von bis zu 5 % bewirkt. Das macht Kurkuma beim Abnehmen zu einem guten Begleiter.


Das Curcumin kurbelt einerseits die Fettverdauung an. Andererseits bewirkt es, dass mehr Gallenflüssigkeit produziert wird. Diese sorgt nicht nur dafür, dass Verdauungsprobleme verhindert werden, sondern regt auch die Fettspaltung im Darm an. Das lässt die Fettpolster auch bei weniger Sport schneller purzeln.

Doch auch wer viel Sport macht, kann von der Wirkung des Gewürzes profitieren. Eine japanische Studie konnte zeigen, dass Sportler, die regelmäßig Kurkuma zu sich nehmen, sich nach dem Training schneller regenerieren. Dadurch, dass der Inhaltsstoff Curcumin Entzündungen hemmen kann, wird vermutlich auch die Regeneration der Muskeln beschleunigt und die Gesundheit der Gefäße verbessert.

Grundsätzlich fällt es manchen Menschen einfach schwerer, Pfunde zu verlieren. Selbst mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung, halten sich die Kilos manchmal hartnäckig auf den Hüften. Grund hierfür kann zum Einen sein, dass der Organismus mit Giftstoffen belastet ist. Durch die Umwelt und verarbeitete Lebensmittel werden zahlreiche Schadstoffe vom Körper aufgenommen. Diese blockieren einen effektiven Stoffwechsel und behindern so das Abnehmen.

Zum Anderen kann auch eine träge Verdauung bewirken, dass der Fettstoffwechsel beeinträchtigt wird.

Kurkuma wirkt entgiftend und unterstützt die Leber beim Abbau von Giftstoffen. Gleichzeitig kann Kurkuma Stoffwechselstörungen vorbeugen. Zusätzlich können dank der Bitterstoffe des Curcumins auch Heißhungerattacken vermieden werden.

Wie viel Kurkuma am Tag braucht man, um abzunehmen?

Wie viel Kurkuma verzehrt werden muss, damit es dem Körper beim Abnehmen helfen kann, kann recht unterschiedlich sein. Für gewöhnlich reicht eine Messerspitze täglich schon aus, um einen Effekt auf den Fettstoffwechsel zu erzielen. Wichtig ist vor allem, auf Bio-Qualität der Kurkuma-Produkte zu achten.

Da es Kurkuma Kapseln, Tabletten und Pulver gibt, unterscheidet sich die grundsätzlich empfohlene tägliche Dosierung.


Wird das Kurkuma als Pulver verzehrt, wie man es auch im Gewürzregal findet, sollte die Menge von 3 Gramm täglich nicht überschritten werden. Bei der frischen Wurzel liegt der empfohlene Wert bei 1,5 bis 3 Gramm pro Tag. Neulinge sollten grundsätzlich mit einer geringeren Dosierung beginnen, um sich an den Geschmack und auch die Wirkung von Kurkuma auf den Körper zu gewöhnen.


Da viele Nahrungsergänzungsmittel rein auf dem in der Kurkuma enthaltenen Curcumin basieren, gelten für die akzeptable tägliche Aufnahmemenge leicht andere Werte. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollte langfristig maximal 3 mg Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht verzehrt werden - das gilt für alle Quellen. Wird dieser Wert längerfristig überschritten, kann es auch bei einer geringen Überschreitung zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Auf diese gehen wir weiter unten näher ein.

Wann darf man Kurkuma nicht nehmen?

Auch wenn der Kurkuma zahlreiche gesundheitsförderliche Eigenschaften nachgesagt werden, eignet sich das Superfood nicht für jeden. Grundsätzlich gilt, dass der gemäßigte Einsatz von Kurkuma als Gewürz unbedenklich ist. Nur bei hochdosierten Curcuminpräparaten ist Vorsicht geboten.

Vorsicht gilt vor allem bei Erkrankungen der Leber: Wer unter Gallensteinen oder einer Leber- oder Gallenentzündung leidet, sollte auf die zusätzliche Einnahme von Präparaten mit Curcumin lieber verzichten.

Da es bisher noch keine Untersuchungen hinsichtlich der Wirkung von Curcumin bei Schwangeren gibt, sollten auch werdende Mütter und Stillende lieber auf die Einnahme verzichten. Gleiches gilt für Kinder.

Welche Nebenwirkungen hat Kurkuma?

Welche Nebenwirkungen durch den Verzehr von Kurkuma auftreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese sind neben der individuellen Empfindlichkeit auch die Art des eingenommenen Extraktes und der Höhe der Dosierung. Die Kurkuma selbst in ein sicheres Lebensmittel: Wer lediglich seine Speisen mit dem Kurkuma-Gewürz verfeinert, wird für gewöhnlich keinerlei Nebenwirkungen zu spüren bekommen - es sei denn, es liegt eine Unverträglichkeit bzw. Allergie gegen Kurkuma vor.


Wird das Curcumin jedoch als Kapsel, Tablette oder anderweitigen Pulvern zugeführt, kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Insbesondere, wenn die empfohlene Dosierung überschritten wird. Zu diesen zählen: Sodbrennen, Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Blähungen, Übelkeit) oder Magenschmerzen.

Welches Kurkuma ist am besten zum Abnehmen?

Wer gezielt mit Kurkuma abnehmen will, sollte zu reinem Curcumin greifen. Den Großteil der Wirkung erreicht man über das Curcumin, das in der gelben Knolle anteilig enthalten ist. Es reicht aber auch aus, auf ein herkömmliches Kurkuma-Pulver in Bio-Qualität aus dem Supermarkt zurückzugreifen. Bei der Einnahme oder dem Verzehr von Kurkuma spielt vor allem die Bioverfügbarkeit eine Rolle. Da Kurkuma fettlöslich ist, kann es nur schwer alleine vom Körper aufgenommen werden. Daher sollte man bei der Einnahme darauf achten, etwas Öl hinzufügen. In herkömmlichen Gerichten ist in der Regel ohnehin schon Fett enthalten - in diesem Fall kann man auf die zusätzliche Zugabe von Öl verzichten. Ein weiterer Inhaltsstoff, der die Aufnahme von Kurkuma verbessert, ist Piperin. Natürluch kommt der Stoff vor allem in Pfeffer vor, weshalb man seine Goldene Milch oder auch andere Rezepte damit verfeinern sollte.

Rezepte mit Kurkuma zum Abnehmen

Damit Kurkuma beim Abnehmen helfen kann, hilft es schon, verschiedene Speisen oder Getränke mit dem Pulver anzureichern. Wer den Geschmack mag, kann so nicht nur Currys wirksam verfeinern, sondern zum Beispiel auch ein Kurkuma-Porridge zubereiten. Da das Gewürz sehr vielfältig einsetzbar ist, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Im Internet finden sich zahlreiche Rezepte mit Kurkuma. Zu den beliebtesten zählt die Goldene Milch und spezifisch zum Abnehmen das Kurkuma-Wasser.

Kurkuma-Wasser

In der Ayurveda wird Kurkuma-Wasser getrunken, um Entzündungen vorzubeugen. Wer morgens ein Kurkuma-Wasser trinkt, kann den Stoffwechsel und die Verdauung anregen und so gut in den Tag starten.


kurkuma wasser zum abnehmen

Foto: Redaktion

  1. Lauwarmes Wasser in eine kleine Kanne geben.
  2. 1 TL Kurkuma hinzugeben und verrühren, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat.
  3. Ein paar Tropfen Speiseöl und hinzugeben. Fertig.

Wer den Geschmack nicht mag oder die Wirkung verstärken möchte, kann zusätzlich etwas frisch gepresste Zitrone in das Kurkuma-Wasser geben. Ist das Getränk zu sauer, kann auch 1 TL Honig ergänzt werden.

Goldene Milch

Die Goldene Milch bzw. Kurkuma-Latte galt lange als das Trend-Getränk zur Vorbeugung von Erkältungen. Doch auch bei der Gewichtsabnahme eignet sich das leckere entzündungshemmende Getränk.


300 Milliliter Pflanzenmilch (z.B. Mandelmilch, Hafermilch) erhitzen, 1 EL Kurkumapulver oder frische Kurkuma-Wurzel (2-3 cm groß), eine Prise Pfeffer, 1 TL Zimt, 1 TL Kokosöl und 1 TL Süße (z.B. Agavendicksaft, Honig) in einen Mixer geben, bis eine feine Konsistenz entsteht. Ist die Mischung noch nicht fein genug, kann man sie zusätzlich durch ein feines Sieb geben.

Um möglichst viele Nährstoffe zu behalten, kann die Milch kalt getrunken werden. Viele bevorzugen aber eine warme Goldene Milch. Also kann die Mischung auch in einem Topf kurz aufgekocht werden.

Fazit: Lohnt sich Kurkuma zum Abnehmen?

Wer abnehmen möchte und alleine mit Sport und einer ausgewogenen Ernährung keine Erfolge erzielt, kann Kurkuma als nützlichen Helfer integrieren. Die Wurzel wird aufgrund ihrer vielzähligen gesundheitsförderlichen Eigenschaften schon seit Jahrtausenden in der Traditionell Medizinischen Medizin und der Ayurveda genutzt. Nicht nur bei Entzündungen und Erkältungen hilft Kurkuma. Das enthaltene Curcumin kann die Fettverbrennung anregen und durch die angeregte Verdauung das Abnehmen erleichtern.

Sowohl herkömmliches Kurkuma-Pulver (in Bio-Qualität), als auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kurkuma-Kapseln oder Tabletten können zum Einsatz kommen. Dennoch sollte man mit der Dosierung vorsichtig sein, um mögliche Nebenwirkungen wie Darmbeschwerden zu verhindern. Grundsätzlich kann die Kombination aus Sport und einer gesunden Ernährung mit zusätzlicher Gabe von Kurkuma den Körper unterstützen und die Pfunde schmelzen lassen. Die Wirkung ist zwar nur in einigen Bereichen sicher nachgewiesen, das Curcumin ist aber immer wieder Bestandteil von Studien.



QUELLEN

  • Akazawa, N. et al. (2012). Curcumin ingestion and exercise training improve vascular endothelial function in postmenopausal women. Nutrition Research, 32(10), 795-799. DOI: https://doi.org/10.1016/j.nutres.2012.09.002
  • Bundesinstitut für Risikobewertung. (2021). Curcumin in Nahrungsergänzungsmitteln: Gesundheitlich akzeptable tägliche Aufnahmemenge kann überschritten werden. 1-12. DOI: 10.17590/20211214-121912

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