Hilfe, ich nehme nicht ab! Die 5 häufigsten Fehler beim Abnehmen

Hilfe, ich nehme nicht ab! Die 5 häufigsten Fehler beim Abnehmen

REDAKTION, 06. MAI 2022

Abnehmen nach der Schwangerschaft

Beim Abnehmen lauern viele Fehlerquellen, die den Gewichtsverlust verhindern.

Wer zunehmen kann, der kann auch wieder abnehmen, so heißt es. Alle, die ungewollt zugenommen haben und nun wieder zurück zu ihrer alten Figur wollen wissen, dass das gar nicht so einfach ist. Trotz Diät, Abnehmmitteln oder täglichen Sporteinheiten wollen die Pfunde einfach nicht verschwinden. Wenn alle Versuche scheitern führt das zu Frustration und Resignation. Der Hilferuf ist immer derselbe - Hilfe, ich nehme nicht ab! Das Problem ist: Beim Abnehmen können viele Fehler gemacht werden, die den Gewichtsverlust verhindern und die Waage stillstehen lassen. Lesen Sie in diesem Artikel über die 5 häufigsten Fehler beim Abnehmen.

Abnehmen ohne Diät

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Diäten helfen zwar kurzfristig beim Abnehmen, sind aber keine dauerhafte Lösung. Oft sorgt der gefürchtete Jojo-Effekt dafür, dass die Kilos schnell wieder auf den Hüften sind. Abnehmen ohne Diät kann aber klappen - mit nützlichen Tipps und pflanzlicher Hilfe.

Immer mehr Menschen sind übergewichtig

Die eigene Figur und das Gewicht ist für viele Menschen ein heikles Thema, denn viele sind unzufrieden mit ihrem äußeren Erscheinungsbild. Übergewicht ist ein immer größer werdendes Problem auf der Welt, das nicht nur das Gesundheitssystem vor eine Herausforderung stellt, sondern auch jeden einzelnen Betroffenen.

In Zeiten von Body Positivity wird Toleranz gegenüber übergewichtigen Menschen groß geschrieben. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Entwicklung in Richtung einer fettleibigen Gesellschaft aus gesundheitlicher Sicht besorgniserregend ist. Allein in Deutschland ist mehr als die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig. Den größeren Anteil machen dabei mit über 60 Prozent Männer aus, bei den Frauen sind es rund 50 Prozent. Von diesen Menschen sind ein Viertel sogar schwer übergewichtig, d.h. adipös. Dieser Trend zeigt sich auch immer stärker unter Kindern und Jugendlichen.

Übergewicht ist nicht nur ein rein optisches Problem. Viel dramatischer ist diese Entwicklung im Hinblick auf die Gesundheit, denn Dicksein macht auf Dauer krank. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und infolgedessen für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ist um ein Vielfaches höher, als bei Menschen mit einem normalen BMI. Damit ist auch das Sterberisiko erhöht, was zugleich Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursache in Deutschland erklärt. Menschen mit Übergewicht leiden im Vergleich zu Normalgewichtigen außerdem öfter an:

  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Fettleber & Erkrankungen der Gallenblase
  • Arteriosklerose & Bluthochdruck
  • hohen Blutfettwerten & Fettstoffwechselstörungen
  • Gelenk- und Rückenschmerzen & Arthrose
  • Schlafapnoe usw.

Abgesehen von den zahlreichen gesundheitlichen Gefahren wirken sich die überschüssigen Kilos auch negativ auf das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden aus. Das verringerte Selbstwertgefühl führt zu psychischen Blockaden, die das Abnehmen oft noch zusätzlich erschweren. Viele Menschen fühlen sich deshalb in ihrem krankhaft dicken Körper gefangen. Ihnen fällt es schwer, die Disziplin und die Motivation beizubehalten, um ihr Körpergewicht auf ein gesundes Maß zu reduzieren.

Warum nehme ich nicht ab? Das sind die 5 häufigsten Fehler

Das Abnehmen gestaltet sich für viele Abnehmwillige oftmals schwieriger als gedacht. Getreu dem Motto “Planlos geht der Plan los” wird unüberlegt mit Radikal-Diäten oder vermeintlichen Wundermitteln zum Abnehmen begonnen. Erfolgbringend ist das jedoch selten und viele stellen sich nach einiger Zeit die Frage “Warum nehme ich nicht ab?”. Schuld daran sind meist die folgenden Fehlerquellen:

Fehler Nr. 1: Crash-Diät

Das Ziel vieler beim Abnehmen ist es, in kürzester Zeit möglichst viel Gewicht zu verlieren. Unzählige Diäten versprechen einen schnellen Abnehmerfolg innerhalb von 2 Wochen und setzen dabei auf strenges Fasten oder eine einseitige Ernährung. Diäten, die einen extrem schnellen Gewichtsverlust versprechen, werden auch Crash-Diäten genannt.


Crash-Diäten verlangen dem Körper sehr viel ab. Die radikale Ernährungsumstellung führt dazu, dass bereits nach kurzer Zeit Gewicht in Form von Wasser und auch Muskeln verloren geht. Das bedeutet auch, dass nach dem Ende der Diät der Energiebedarf noch geringer ist als zuvor. Die Folge: Ohne eine langfristige Anpassung der Ernährungsgewohnheiten entsteht ein großer Kalorienüberschuss, der zu Fett wird. Die verlorenen Kilos sind innerhalb kürzester Zeit wieder zurück und häufig ist das Übergewicht noch größer, als zuvor. Das wird auch JoJo-Effekt genannt. Dieses Risiko besteht z.B. auch bei Formula-Diäten.

Fehler Nr. 2: Waage als Goldstandard

Die Waage als absoluten Goldstandard zu verwenden ist ein weiterer Fehler, den viele Menschen beim Abnehmen machen. Die Zahl auf der Waage hat jedoch weniger Aussagekraft, als angenommen wird.

Gewicht zu verlieren ist ein langwieriger Prozess und dennoch stellen sich viele Abnehmwillige täglich auf die Waage in der Hoffnung, einen Fortschritt zu sehen. Anstelle zu motivieren passiert aber oft genau das Gegenteil - das Gewicht verändert sich scheinbar kaum und alle bisherigen Bemühungen erscheinen umsonst. Das Problem hierbei ist, dass:


- zu oft gewogen und

- falsch gewogen wird.


Bis der Körper 1 kg Fett verliert, muss ein Defizit von 7000 kcal erreicht werden. Wer gesund abnimmt, treibt nebenbei noch Sport und baut so zusätzlich Muskeln auf und Muskeln sind schwerer sind Fett. Zwar schwindet das Fettgewebe und das optische Erscheinungsbild verändert sich, aber die Waage spricht dagegen und sorgt so für Verwirrung.

Zudem wird häufig nicht darauf geachtet, wie gewogen wird. Innerhalb eines Tages können die Zahlen auf der Waage stark schwanken und es spielt eine Rolle, ob vor dem Essen oder nach dem Essen und mit oder ohne Klamotten gewogen wird. Falsches Wiegen führt somit dazu, dass das Gewicht sich nicht zu verändern scheint.

Fehler Nr. 3: Cheat Days

Der sogenannte Cheat Day haben sich vor allem in der Krafttraining-Szene etabliert. Übersetzt bedeutet Cheat-Day Schummel-Tag und meint auch genau das: Während einer Diät darf an einem Tag der Woche geschummelt werden. Das bedeutet alles, was während der Diät nicht erlaubt ist, darf an diesem Tag geschlemmt werden. Dieser Tag wird allerdings vielen zum Verhängnis.


Ein Cheat Day verleitet viele dazu, den Gelüsten nachzugeben und es wird regelrecht alles Ungesunde in sich hinein gestopft. Das ist jedoch in verschiedenen Hinsichten problematisch.

Einerseits wird die wöchentliche Kalorienbilanz durch den Cheat Day zunichte gemacht. Das bedeutet auch, dass der Abnehmerfolg kleiner ausfällt, als theoretisch möglich wäre. Außerdem wird der Körper plötzlich mit stark zucker- und fetthaltigen Lebensmittel überlastet, was den Blutzucker und Fettstoffwechsel aus dem Gleichgewicht bringt und ihn somit negativ beeinflusst. Zu guter Letzt verändert ein Cheat Day die Einstellung zum Abnehmen. Es wird nur noch auf den einen Tag in der Woche hingearbeitet und sich durch die Diät gequält, um sich dann zu “belohnen”. Spätestens nach der Diät rächt sich diese Ernährungsgewohnheit und lässt das Gewicht wieder steigen.

Fehler Nr. 4: Kaloriendefizit zu klein 

Beim Abnehmen machen viele Menschen den Fehler, dass sie den Prozess unüberlegt starten. Die wichtigste Regel um erfolgreich abzunehmen ist es, ein Kaloriendefizit zu erreichen. Um dieses Defizit zu erreichen, muss man zunächst jedoch wissen, wie hoch der eigene Kalorienbedarf ist.


Der Energiebedarf eines Menschen ergibt sich aus dem Grundumsatz und dem Leistungsumsatz. Um gesund abzunehmen, sollte täglich ein Defizit von 300-500 kcal erzielt werden. Ohne jedoch zu wissen, wie viele Kalorien der eigene Körper benötigt, ist der Abnehmprozess ziellos und nicht effektiv. Das führt dazu, dass die Kalorieneinsparung viel zu gering ist, um damit tatsächlich einen spürbaren Gewichtsverlust zu erreichen.

Fehler Nr. 5: Versteckter Zucker

Den größten Einfluss beim Abnehmen hat die Ernährung. Es heißt, dass beim Gewichtsverlust 80 Prozent auf die Ernährung und 20 Prozent auf Sport zurückzuführen sind. Was bei einer Ernährungsumstellung jedoch häufig außer Acht gelassen wird, sind die flüssigen Kalorien.

Der morgendliche Milchkaffee, Fruchtsäfte und Schorlen oder Softgetränke enthalten Unmengen an Zucker und das macht sie zu wahren Kalorienbomben. Die Gefahr dabei ist, dass diese flüssigen Kalorien ohne Hintergedanken in großen Mengen konsumiert werden. Damit schnellt die Energiezufuhr in die Höhe und erschwert das Abnehmen.

Unser Tipp zum Abnehmen

Unser Tipp zum Abnehmen

Vitalrin Sonnenkomplex

Wie schaffe ich es endlich abzunehmen?

Einen Masterplan mit Garantie auf schnelles Abnehmen gibt es nicht. Der Erfolg beim Abnehmen ist so individuell wie jeder Mensch selbst und somit von zahlreichen inneren und äußeren Faktoren abhängig. Dennoch gibt es einige Grundregeln, die für einen erfolgreichen Gewichtsverlust wichtig sind.

Grundregel Nr. 1: Einstellung ändern

Abnehmen beginnt im Kopf und erfordert viel Geduld und Disziplin. Die richtige Einstellung bringt die nötige Motivation auf, um einen Diätplan einzuhalten und regelmäßig Sport zu treiben. Wem die Willenskraft fehlt, der wird aufgeben bevor die ersten Erfolge zu sehen sind. Um das Übergewicht loszuwerden, muss man es wirklich wollen.

Grundregel Nr. 2: Kalorien tracken

Grundsätzlich ist es möglich, auch durch intuitives Essen abzunehmen. Bei Menschen mit starkem Übergewicht ist der Bezug zu Lebensmitteln und Portionsgrößen jedoch oft problematisch und eine gesunde Ernährungsweise muss erst wieder erlernt werden. Kalorienzählen ist eine effektive Methode, um den Überblick über die eigene Kalorienbilanz zu behalten und wieder ein Gefühl für ein gesundes Essverhalten zu bekommen. Außerdem kann es helfen, andere Fehlerquellen beim Abnehmen zu identifizieren.

Grundregel Nr. 3: Mehr Bewegung 

Regelmäßige körperliche Aktivität trägt nicht nur zu einer gesunden Muskulatur und gesunden Gelenken bei. Bewegung erhöht den Kalorienverbrauch und kann somit das Abnehmen vereinfachen. Besonders gut sind einfache Ausdauer-Sportarten wie Schwimmen, Joggen oder Wandern geeignet. Aber auch jede andere Form von sportlicher Betätigung kommt dem Gewichtsverlust und der körperlichen Gesundheit zugute.

Grundregel Nr. 4: Kleine Schritte machen

In Sachen abnehmen muten sich die meisten Menschen zu viel zu. Die Ernährung wird radikal umgestellt, es wird verzichtet und der Körper an seine Grenzen gebracht. Umso größer ist anschließend die Verwunderung darüber, dass das Übergewicht wieder zurückkommt. Oftmals ist es besser, sich langsam heranzutasten und für sich selbst die besten Methoden beim Abnehmen zu finden. Auch mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel, ohne dem körperlichen und geistigen Wohlbefinden zu schaden.

Grundregel Nr. 5: Hilfe ist erlaubt

Abnehmen ohne Hilfsmittel ist möglich, dennoch können Abnehmmittel den Prozess für viele erleichtern. Insbesondere zu Beginn können z.B. sättigende Mittel so wie Vitalrin Sonnenkomplex dabei helfen, das Hungergefühl besser zu kontrollieren und die Portionsgrößen zu reduzieren. Bei der Wahl der Abnehmmittel sollte stets darauf geachtet werden, dass sie keine gefährlichen Wirkstoffe enthalten, die in Deutschland verboten sind. Bei Abnehmprodukten gilt: Die Einnahme allein wird die Pfunde nicht schmelzen lassen. Sie sind vielmehr eine Unterstützung, um die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zum Positiven zu verändern und so Gewicht zu verlieren.

Fazit

Wenn der Abnehmerfolg ausbleibt, dann ist das in den seltensten Fällen ein körperliches Problem. Beim Abnehmen können zahlreiche Fehler gemacht werden, die dazu führen, dass das Gewicht unverändert bleibt. Kennt und vermeidet man diese Fehlerquellen und beachtet einige wichtige Grundregeln, steht dem Ziel “Wohlfühlgewicht” jedoch nichts mehr im Wege.


QUELLEN

  • Rena R Wing and James O Hill: Successful Weight Loss Maintenance. 2001.
  • Andreas Winter: Abnehmen ist leichter als Zunehmen. 2017.
  • D Hauner, H Hauner: Übergewicht - endlich gesund abnehmen. 2006.

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