Vitamin D bei Übergewicht: Wann wird es gefährlich?

Vitamin D bei Übergewicht: Wann wird es gefährlich?

REDAKTION, 09. DEZEMBER 2021

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Wie hilft Vitamin D beim Abnehmen?

Kaum ein Vitalstoff steht aktuell so im Fokus von Expertengesprächen wie das Vitamin D. Das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln boomt und vor allem Vitamin D3-Präparate in Tropfen- oder Tabletten- oder Kapselform stehen hoch im Kurs.

Die positiven Auswirkungen von Vitamin D auf den Körper sind allerdings nicht erst seit kurzer Zeit bekannt, doch was unterscheidet das Sonnenvitamin von anderen Vitaminen und welche Auswirkungen hat ein Mangel auf den menschlichen Körper? Wir klären über die Besonderheiten auf und verraten, wie Vitamin D auch beim Abnehmen helfen kann.

Inhaltsverzeichnis

  • Was genau ist Vitamin D und wie wirkt es im Körper?
  • Wie viel Vitamin D ist optimal?
  • Ist eine Vitamin D-Überdosierung gefährlich?
  • Wie entsteht ein Vitamin D-Mangel?
  • Welche Symptome zeigt ein Vitamin D-Mangel?
  • Führt ein Vitamin D-Mangel zu Übergewicht?
  • Wie kann Vitamin D beim Abnehmen helfen?
  • Welche Lebensmittel enthalten Vitamin D?
  • Ist eine Vitamin D-Supplementierung sinnvoll?

Was genau ist Vitamin D und wie wirkt es im Körper?

Ist umgangssprachlich die Rede von Vitamin D, so ist meist das Vitamin D3 oder auch Cholecalciferol damit gemeint. Bei Vitamin D handelt es sich genau genommen um gar kein Vitamin, sondern um ein Prohormon. Ein Prohormon ist der Vorläufer eines Hormons und hat selbst keine oder nur eine geringe hormonelle Wirkung. Der Großteil des Sonnenvitamins wird in der Haut aus 7-Dehydrocholesterol unter Einfluss von UVB-Strahlen gebildet.


Vitamin D übernimmt zahlreiche Funktionen im Körper und ist so beispielsweise unabdingbar für die Zahn- und Knochengesundheit, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes vor und stärkt das Immunsystem. Zudem soll es präventiv bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Beschwerden wirken. Während und nach den Wechseljahren schützt Vitamin D vor der Entmineralisierung der Knochen, der so genannten Osteoporose.

Wie viel Vitamin D braucht der Körper?

Lange Zeit galt ein Vitamin D-Spiegel von 20-25ng/ml als ausreichend. Diese Annahme stellte sich jedoch als viel zu niedrig heraus und der Normalwert von Vitamin D im Blut wurde auf mindestens 40-80 ng/ml angehoben. Experten sich sich jedoch nach wie vor nicht einig, welchen konkreten Wert der Körper im Idealfall aufweisen sollte. Bewegt sich der Vitamin D-Spiegel im Bereich von 40-80 ng/ml, besteht aber kein Grund zur Sorge.

Unser Tipp zum Abnehmen

Ist eine Vitamin D-Überdosierung gefährlich?

Eine Überdosierung von Vitamin D ist auf natürlichem Wege, also über die Sonne oder die Ernährung, nicht möglich. Vorsicht ist allerdings bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln geboten. Da Vitamin D nicht wasser- sondern fettlöslich ist, wird es bei einer Überdosierung nicht einfach ausgeschieden wie z.B. Vitamin C.

Frei verkäufliche Vitamin D-Präparate enthalten in der Regel unter 1000 I.E. und stellen damit keine Gefährdung bei der vorgeschriebenen Einnahme dar.


Die langfristige Einnahme hochdosierter Präparate sollte nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen, um eine Überdosierung von Vitamin D zu vermeiden. Zu viel Vitamin D kann gefährlich werden. Neben Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfen kann eine Überdosierung im schlimmsten Fall zu Nierenschäden und Herzrhythmusstörungen führen.

Wie entsteht ein Vitamin D-Mangel?

Damit der Körper Vitamin D produzieren kann, müssen die UVB-Strahlen aus dem Sonnenlicht auf die Haut treffen. Deutschland befindet sich allerdings auf dem nördlichen Teil der Erdkugel, weshalb die Sonneneinstrahlung hier maximal von April bis September mittags und nachmittags für die körpereigene Vitamin D-Synthese ausreichend ist. In den restlichen Monaten von Oktober bis März reicht der Einfallswinkel der Sonne nicht aus, um die Ozonschicht zu durchdringen. Eine Unterversorgung ist vor allem in den Wintermonaten also vorprogrammiert.


Doch auch im Sommer behindern einige Störfaktoren die Vitamin D-Produktion: 

  • Wer in geschlossenen Räumen arbeitet, kriegt von der Sonne tagsüber leider meist nicht viel zu Gesicht. Auch das Tragen von Kleidung hindert die UV-Strahlen daran, die Haut zu erreichen. Damit genügend vom Sonnenvitamin produziert werden kann, müssen wenigstens die Arme und bestenfalls auch die Beine unbedeckt sein.
  • Je nach Hauttyp ist die empfohlene Tagesdosis an Vitamin mal schnell oder mal weniger schnell erreicht. Bei hellen Typen mit heller Haut, hellen Haaren und Augen reichen meist 15 Minuten schon aus. Das entspricht bei diesem Hauttypen auch der Eigenschutzzeit der Haut gegenüber der Sonne. Bei dunkleren Hauttypen dauert es dementsprechend länger, die Vitamin D-Depots des Körpers wieder aufzufüllen.
  • Stichwort Sonnenschutz: Die Haut vor intensiver Sonnenbestrahlung zu schützen ist wichtig, doch Cremes mit Lichtschutzfaktor fangen UV-Strahlen ab und fungieren somit als Barriere. Das ist bei langen Sonnenbädern auch gut so, für die Vitamin D-Produktion aber kontraproduktiv.
  • Ein bewölkter Himmel im Sommer? Reicht leider nicht! Wolken fangen die benötigten Sonnenstrahlen ab und hindern sie daran, unsere Haut zu erreichen.

Welche Symptome zeigt ein Vitamin D-Mangel?

Die Anzeichen eines Vitamin D-Mangels sind vielseitig und recht unspezifisch, daher denken die meisten beim Auftreten bestimmter Symptome zunächst nicht an eine Unterversorgung mit Vitamin D.


Zu den Indikatoren eines Vitamin D-Mangels gehören Muskelschwäche und Muskelschmerzen, dünnes Haar und Haarausfall, Zahnerkrankungen und Herz-Kreislauf-Probleme. Aber auch ein geschwächtes Immunsystem mit einer höheren Infektanfälligkeit, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Übergewicht sind oftmals auf ein Vitamin D-Defizit zurückzuführen.


Beträgt der Anteil an Vitamin D im Körper 25-30 ng/ml, gilt das als Unterversorgung. Bei andauernden Werten unter 20 ng/ml liegt ein Mangel vor und sollte behandelt werden. Eine dauerhafte Unterversorgung kann langfristig zu Knochenerkrankungen wie Osteoporose führen.

Unser Tipp zum Abnehmen mit Vitamin D

Vitalrin Sonnenkomplex

Führt ein Vitamin D-Mangel zu Übergewicht?

Welche Symptome mit einem Vitamin D-Mangel einhergehen, haben wir bereits thematisiert. Doch kann ein Mangel an Vitamin D auch zu Übergewicht führen?


Der Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und der Gewichtszunahme besteht vor allem indirekt. Niedrige Vitamin D-Werte gehen häufig mit Symptomen wie Erschöpfung, Müdigkeit und Motivationslosigkeit einher. In gravierenden Fällen kann es auch zur Depression kommen. Dadurch kommt es häufig zu einer Inaktivität - Sport und Bewegung wird vernachlässigt. Die Folge ist häufig Übergewicht.


Es wird außerdem vermutet, dass sich ein Vitamin D-Mangel nachteilig auf Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Arthritis auswirkt. Diese Erkrankungen sorgen oft für ein erhöhtes Körpergewicht, da die Beweglichkeit erheblich eingeschränkt ist. Auch eine Cortison-Therapie hat häufig Nebenwirkungen wie Übergewicht.

Wie kann Vitamin D beim Abnehmen helfen?

Natürlich lässt die alleinige Einnahme von Vitamin D in Form von Tropfen, Kapseln oder Tabletten nicht von heute auf morgen die Pfunde purzeln.


Es wird angenommen, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel die Fetteinlagerung im Körper begünstigt. Das könnte damit zusammenhängen, dass sich in den Fettzellen Vitamin D-Rezeptoren befinden, die durch das Vitamin aktiviert werden und somit das Signal zur Fettverbrennung statt zur Fetteinlagerung erhalten.


Darüber hinaus sorgt die Versorgung mit ausreichend Vitamin D für einen stabileren Blutzuckerspiegel, was sich wiederum positiv auf das Sättigungsgefühl auswirkt.


Auch das allgemeine Wohlbefinden wird durch den Vitamin D-Spiegel beeinflusst. Ist der tägliche Bedarf an Vitamin D gedeckt, so fühlt man sich in der Regel energiegeladen und ausgeglichen - sich zu einer Bewegungseinheit motivieren fällt deutlich einfacher.

Es gibt Studien, die die unterstützende Wirkung von Vitamin D beim Abnehmen untersucht und bestätigt haben.

Eine Auswahl der Studien ist hier zusammengetragen:

In einer Studie¹ aus dem Jahr 2017, die in Polen durchgeführt wurde, sind 300 Frauen in den Wechseljahren (44-66 Jahre) untersucht worden. Sie wiesen alle einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel und einen BMI über den Normalbereich auf (erhöhtes Körpergewicht). Darüber hinaus konnte bei über der Hälfte der Frauen ein gesteigerter Cholesterinwert festgestellt werden. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen diesen Indikatoren zu bestimmen.

Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass zwischen dem niedrigen Vitamin D-Gehalt im Blut und der Fettzusammensetzung sowie dem Ausmaß des Übergewichts ein signifikanter Zusammenhang besteht. Das bedeutet, dass die Vitamin D-Einnahme Auswirkungen auf das Gewicht hat.

In einer weiteren Studie² aus Kanada wurde die Wirkung einer Vitamin D+Calcium Supplementierung auf die Gewichtsreduktion in Kombination mit einer kalorienreduzierten Ernährung bei Frauen untersucht. Die Frauen wurden in 2 Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe erhielt ein Placebo, die andere ein Vitamin D-Calcium-Präparat, welches sie 15 Wochen einnehmen mussten.

Die Resultate der Studie zeigen, dass die Gruppe, die das Präparat eingenommen hat, signifikante Veränderungen im Körpergewicht, BMI, Taillenumfang sowie im Fettanteil aufweist. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Vitamin D eine signifikante Wirkung auf den Abnehmerfolg ausübt.

Im Rahmen einer Studie³ aus dem Jahr 2010 wurde die Beziehung zwischen der Zufuhr von Vitamin D und Calcium in Kombination mit einer bestimmten Ernährungsweise geprüft. Dabei standen nicht nur übergewichtige Frauen im Fokus, sondern auch Männer wurden in die Untersuchung einbezogen. Diese wurden zufällig auf 3 Gruppen verteilt, die sich jeweils unterschiedlich ernähren mussten.

Die Studienergebnisse bestätigen den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Vitamin D- und Calcium-Zufuhr und signifikanten Erfolgen beim Abnehmen.

Welche Lebensmittel enthalten Vitamin D?

Vitamin D ist in zahlreichen gesunden Lebensmitteln enthalten, die ideal in eine kalorienarme, ausgewogene Ernährung integriert werden und somit während des Abnehmens helfen können.

Zu den Lebensmitteln, die reich an Vitamin D sind, gehören fettige Fische wie Hering, Lachs oder Thunfisch; Leber, Milch, Käse und Eier, Pilze, Haferflocken und Avocados. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und unterstützt den Körper mit einer gesunden, vitalstoffreichen Ernährung beim Abnehmen.

Den Tagesbedarf an Vitamin D allein über die Nahrung zu decken, ist allerdings kaum möglich. Daher ist es wichtig, sich draußen in der Sonne aufzuhalten, um die körpereigene Vitamin D-Produktion anzuregen.

Ist eine Vitamin D-Supplementierung sinnvoll?

Ob eine Vitamin D-Supplementierung sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die richtige Dosierung hängt davon ab, welchen Zweck das supplementierte Vitamin D erüllen soll.


Liegt ein akuter Vitamin D-Mangel oder eine Unterversorgung vor, sollte ärztlich verschriebenes, hochdosiertes Vitamin D eingenommen werden. Das entspricht etwa 7000-10.000 I.E. pro Tag und ist somit deutlich höher als bei einer Aufrechterhaltung eines normalen Vitamin D-Spiegels. Ziel ist es, den Vitamin D-Gehalt auf ein Normalwert von mindestens 30 ng/ml anzuheben und aufrecht zu erhalten. Nach Erreichen dieses Mindestwerts wird die Dosis verringert.


Um einen normalen Vitamin D-Spiegel zu unterstützen, empfehlen Experten eine tägliche Dosis von 800 I.E., also 20 Mikrogramm Vitamin D. Hierfür eignet sich auch Vitalrin Sonnenkomplex, das zu einem normalen Vitamin D-Spiegel beiträgt und den Körper gleichzeitig mit weiteren essentiellen Vitaminen und Nährstoffen versorgt und so beim Abnehmen hilft.


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